Wohnen im Alter – ein Thema in Bewegung.



Wie hat sich die Age Stiftung seit ihrer Gründung vor 10 Jahren entwickelt? Erfahren Sie in der Zusammenfassung, welche wichtigen Schritte die Stiftung bis zum heutigen Tag durchlaufen hat.


Mehr Details zur Age Stiftung können Sie hier downloaden:
Zahlen und Fakten
Jubiläumsausgabe Age Dossier 2012 zum Wohnen im Alter
Pressemitteilungen im Jubiläumsjahr



CHRONOLOGIE

2000

Im Dezember wird die Stiftung gegründet. Deren Mittel stammen von einer wohlhabenden Privatperson, die in ihrem Testament die Einrichtung der Stiftung verfügt hatte. Ebenfalls testamentarisch festgelegt waren der Name, der Stiftungszweck und das Wirkungsgebiet.

2001

Der Stifter hatte seinen Vermögensberater mit der Gründung beauftragt, deshalb wurde die Stiftung bei der UBS AG angesiedelt. Sie wird von Beginn an als eigenständige Organisationseinheit geführt und bezieht, gegen Bezahlung, Dienstleistungen von der Bank. Im Oktober diesen Jahres wird Antonia Jann als Geschäftsführerin eingestellt. Um allfällige Lücken im Bereich des Wohnens im Alter zu identifizieren, werden verschiedene Abklärungen getroffen. Ziel ist es, den Stiftungszweck so zu interpretieren, dass gesellschaftliche relevante Themen angegangen werden, und dass die Fördermittel eine möglichst grosse Wirkung erzielen.

2002

Der Stiftungsrat definiert die inhaltliche Ausrichtung der Stiftung und verabschiedet ein Leitbild. Gefördert werden soll die Breite der Wohnmöglichkeiten und das Wissen um diese Breite. Zudem wird der «Age Award» und der «Age Report» ins Leben gerufen, um die Stiftung als Instanz der Wissensvermittlung zum Wohnen im Alter zu positionieren. Für den Age Award wird eine erste Fachjury zusammengestellt. Um neben den baulichen Faktoren auch die Betreuungsaspekte nicht zu vernachlässigen, wird der Bereich «Stipendien» geschaffen, wodurch Personen aus anderen Berufen der Einstieg in den Pflegebereich ermöglicht werden soll. Im August übernimmt Karin Weiss den Bereich «Förderbeiträge» und entwickelt diesen inhaltlich. In diesem Jahr geht die Stiftung an die Öffentlichkeit.

Bewilligte Förderbeiträge: 4 / CHF 963’520

2003

Zusätzlich zur Geschäftsführerin und zur Bereichsleiterin wird eine Stelle für die Administration geschaffen, womit die Age Stiftung über insgesamt 250 Stellenprozente verfügt. Um die Professionalität der Stiftung zu steigern, tritt sie dem neugegründeten Verband der Schweizer Förderstiftungen (SwissFoundations) bei. In diesem Jahr wird zudem der erste Age Award verliehen. Dieser ist dem Thema «Wohnen mit Service» gewidmet und präsentiert bestehende Projekte aus diesem Bereich. Über den Preisträger wird ein Film realisiert (Paul Riniker) und über das Thema Wohnen mit Service eine Broschüre veröffentlicht.

Preisträger Age Award: Genossenschaft Durachtal, Merishausen SH
Bewilligte Förderbeiträge: 10 / CHF 1'539’000
Bewilligte Stipendien: 11 / CHF 136’580

2004

Der Age Report wird erstmals publiziert. Autor des Buches ist der Soziologieprofessor Dr. François Höpflinger von der Universität Zürich. Die Erhebung beruht auf einer repräsentativen Umfrage von Personen über 60 Jahren und erscheint im Seismo Verlag. Die Buchvernissage findet in Kooperation mit dem Architekturforum in Zürich statt. Die Publikation stösst aufreges Interesse, Ende des Jahres sind knapp 1’500 Exemplare verkauft. Als Ergänzung zu den Förderbeiträgen wird das Gefäss der «Age Projekte» geschaffen. An diesen Projekten ist die Age Stiftung nicht nur finanziell beteiligt, sondern sie geht Kooperationen ein und ist bei der Entwicklung involviert. Im Stiftungsrat löst Hans Peter Farner Markus Bosetti als Präsident des Stiftungsrats ab, Antonia Jann wird in den Vorstand von SwissFoundations gewählt.

Bewilligte Förderbeiträge: 11 / CHF 1’997’550
Bewilligte Stipendien: 12 / CHF 199’900
Bewilligte Age Projekte 3 / CHF 1’275’000

2005

Die Age Stiftung etabliert sich zunehmend als Ansprech-partnerin für aktuelle Informationen zum Wohnen im Alter. Zahlreiche Anfragen von potentiellen Gesuchstellern, von Medien oder von anderen Interessierten gehen bei der Geschäftsstelle ein. Ausserdem verleiht die Age Stiftung zum zweiten Mal den Age Award. Gesucht wird eine beispielhafte Wohnsiedlung, die eine entsprechende Infrastruktur für älter werdende Menschen zur Verfügung stellt.

Preisträger Age Award: Baugenossenschaft ASIG, Zürich
Bewilligte Förderbeiträge: 13 / CHF 2’613’000
Bewilligte Stipendien: 20 / CHF 299’100

2006

Um die Wirkung und die Wahrnehmung der Age Stiftung zu überprüfen, wird die Firma Interface mit der Durchführung einer Evaluation bei relevanten Anspruchs-gruppen beauftragt. Der Bericht der Firma bescheinigt der Age Stiftung eine qualitativ gute und kompetente Arbeit und stellt fest, dass die Stiftung in ihrem Tätigkeitsfeld einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist. Festgehalten wird zudem, dass die Informationsvermittlung bei interessierten Kreisen als wichtig erachtet wird.

Bewilligte Förderbeiträge: 18 / CHF 3’000’000
Bewilligte Stipendien: 39 / CHF 300’000
Bewilligte Age Projekte 1 / CHF 180’000

2007

Basierend auf den Erkenntnissen des Berichts von Interface beschliesst der Stiftungsrat, die Informationsvermittlung zu stärken und den Bereich «Forschung und Wissensvermittlung» aufzubauen. Die Analyse offenbart auch Schwächen im Bereich der Stipendien, weshalb der Stiftungsrat diesen zugunsten der Verstärkung der Wissensvermittlung schliesst. Für die einfachere Verbreitung von Informationen, wird die Webseite überarbeitet.

Preisträger Age Award: Genossenschaft Solinsieme, St. Gallen
Bewilligte Förderbeiträge: 12 / CHF 3’350’000
Bewilligte Stipendien: 13 / CHF 149’600
Bewilligte Age Projekte: 2 / CHF 460'000

2008

Andreas Sidler beginnt seine Tätigkeit bei der Age Stiftung und baut den Bereich Forschung und Wissensvermittlung auf. Damit umfasst die Geschäftsstelle Age Stiftung nun 330 Stellen-prozente. Der Stiftungsrat wählt zudem eine neue Jury für den Age Award, welche während drei Award-Perioden für die Ausschreibung des Wettbewerbs und die Verleihung des Preises zuständig ist.

Bewilligte Förderbeiträge: 16 / CHF 2’905’000

2009

Die Age Stiftung erhält das Angebot, Büroräumlichkeiten im Haus der Stiftung an der Kirchgasse in Zürich zu beziehen. Im Frühjahr erscheint der zweite Age Report, wiederum im Seismo Verlag. Auch im Bereich Forschung und Wissensvermittlung erscheinen die ersten Publikationen: Das Format «Age Impuls» präsentiert kurz und übersichtlich jeweils ein gutes Beispiel für Wohnformen im Alter; das Format «Age Dossier» nimmt ein spezifisches Thema auf und illustriert es unter anderem anhand eines gelungenen Projektes. Im November löst Benjamin Vetterli Ivo Krämer im Stiftungsrat ab.

Preisträger Age Award: Betagtenzentrum Laupen
Bewilligte Förderbeiträge: 16 / CHF 3’184’600
Bewilligte Age Projekte: 2 / 825'000

2010

Die Age Stiftung bezieht die neuen Büroräumlichkeiten im Haus der Stiftungen in Zürich und löst sich damit ganz von der operativen Zusammenarbeit mit der UBS: Die Unabhängigkeit der Age Stiftung, die faktisch immer gegeben war, wird durch die neue Adresse gestärkt. Im Bereich Forschung und Wissensvermittlung werden wiederum zwei Publikationen herausgegeben. Dr. Alfred Grieder löst Mario Simmen im Stiftungsrat ab.

Bewilligte Förderbeiträge: 24 / CHF 3‘695‘000

2011

Nach der Zeit der Veränderungen steht die Konsolidierung der Geschäftsstelle im Zentrum, Abläufe und Prozesse werden optimiert. Maya Mathies übernimmt neu die Stelle für Administration und Projektassistenz mit einem 100%-Pensum. Damit stehen der Geschäftsstelle total 340 Stellenprozente für die Betreuung von rund 60 laufenden Gesuchen und der Herausgabe von drei Publikationsreihen zur Verfügung. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 2’500 Publikationen kostenlos an ein interessiertes Publikum verschickt, rund 460 Personen haben den Newsletter der Age Stiftung abonniert. Und die Institution etabliert sich als Institution für Fragen rund ums Thema Wohnen im Alter.

Preisträger Age Award: Alterszentrum Am Bachgraben, Allschwil
Bewilligte Förderbeiträge: 16 / CHF 3'180'000